Gemeinde Grefrath
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Das Niederrheinische Freilichtmuseum Dorenburg wird vom Kreis Viersen betrieben. Zentrales Gebäude des Museumsgeländes ist die Dorenburg,
ein ab 1974 restauriertes Wasserschloss, dessen Geschichte bis in das 14. Jahrhundert zurückreicht. Dort und in den zahlreichen weiteren
Gebäuden wird die bäuerliche und handwerkliche Kultur des mittleren Niederrheins erklärt. Außerdem ist ein Spielzeugmuseum mit verschiedenen
Modelleisenbahnanlagen Teil des Geländes; das Restaurant "Pannekookehuus" (Pfannkuchenhaus) mit seiner Anlage für den klassischen Bügelsport
rundet das Angebot ab.
Bauwerke
Sehenswert ist die Ruine der Burg Uda (um 1300 erbaut) im Ortsteil Oedt, die Dorenburg (erstmals 1326 erwähnt), die auf dem Gelände des
Niederrheinischen Freilichtmuseums liegt, sowie die Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk (um 1900 erbaut)
Weitere interessante Bauwerke sind unter anderem die katholischen Pfarrkirchen der vier Ortsteile.
Die Laurentiuskirche in Grefrath weist eine Vielzahl verschiedener Baustile auf. Um den romanischen Turm aus Sandstein herum wurde eine dreischiffige gotische Kirche aus ähnlichem Material gebaut, die in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts mit einem neoromanischen Anbau aus roten Backsteinen erweitert wurde.
Die vergleichsweise kleine Josefskirche in Vinkrath mit der großen Rosette über dem Hauptportal weist eine interessante Innenraumgestaltung mit zahlreichen modernen Elementen auf.
Die Vituskirche in Oedt ist recht groß und wurde in der Zeit von 1901 bis 1903 im neugotischen Stil erbaut.
Die Heinrichskirche in Mülhausen mit einer Bronzeskulptur, die einen Müller mit seinem Esel darstellt, auf dem Vorplatz, ist ebenfalls einen Besuch wert.
Gärten und Parks
1970 / 1971 fand die Landesgartenschau in Grefrath statt und bescherte ihr den großen Sport- und Erholungspark "Im Schwingboden". Mit einem großen Spielplatz, Vogelvoliere, Kneippwasserbecken, Entenweiher, Springbrunnen, einem alten Baumbestand ist der Schwingbodenpark auch heute noch ein Magnet für Erholungssuchende. Vom Wahrzeichen Grefraths, dem Schwingboden-Turm, der früher über drei Ebenen begehbar war, ist heute leider nur noch das äußere Gerüst und die erste Plattform erhalten geblieben.
Der Park liegt im sportlichen Herzen Grefraths, also zwischen Hallenbad, Freibad und Eissportzentrum. Außerdem grenzen die beiden Grundschulen, die Hauptschule, die Sporthallen und das Freilichtmuseum Dorenburg unmittelbar an den Park.
Sport
Die Sport- und Freizeitgemeinde verfügt über ein für ihre Größe ungewöhnlich umfangreiches Sportangebot. Neben vielen aktiven Sportvereinen (Fußball, Handball, Leichtathletik, Tennis, Schwimmen, Reitsport, Kegeln, Bügeln, usw.) gibt es eine hervorragende Infrastruktur. So stehen Schwimmern ein beheiztes Freibad mit Rutschen und Kinderparadies, ein Hallenbad mit Sauna, ein Lehrschwimmbecken in Oedt, mehrere Sporthallen in allen Ortsteilen, mehrere moderne Fußball- und Leichtathletikanlagen (Oedt und Grefrath) zur Verfügung. Neben einer Reithalle und Tennisplätzen hat Grefrath sogar einen Sportflughafen zu bieten.
Außerdem ist das Eissportzentrum mit über 8000 Quadratmetern Eisfläche eines der größten Kunsteisangebote Deutschlands. Mit der überdachten Halle, der Eisschnelllaufbahn mit Flutlicht unter freiem Himmel und einem überdachtem Außenfeld bietet Grefrath ideale Voraussetzungen für Hobbyläufer und Eissportler. So ist es nicht verwunderlich, dass Grefrath nicht nur Gastgeber des "olympischen Feuers" (Lillehammer) war, sondern mit dem Eisschnellläufer Christian Breuer auch bei den Olympischen Spielen vertreten war.
Söhne und Töchter der Stadt
Traurige Berühmtheit erlangte der als Der Fetzer bekannt gewordene Räuber Matthias Weber, der 1778 in Grefrath geboren wurde. Er kam am 19. Februar 1803 in Köln unter das Fallbeil.
Als Terrorismusexperte ist Rolf Tophoven (* 1937) bekannt geworden.
Weblinks
Grefrath
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